Der Mensch atmet täglich mehrere tausend Male – und dies macht er meist unbewusst. Ohne Zweifel ist die Atmung notwendig, damit unser Körper funktioniert. Die Aufnahme von Sauerstoff und die Abgabe von Kohlendioxid lassen sich biologisch und medizinisch gut erklären. Darüber hinaus ist das Atmen eine Grundfunktion des Menschen, in der sich Körperliches und Seelisches unmittelbar zeigt: der Atem wird bei Anstrengung angehalten, er zeigt sich voll und tief bei Freude, stockt bei Angst und Schrecken oder ein Aufatmen stellt sich ein, wenn etwas Schwieriges gelungen ist. Er widerspiegelt jederzeit unser momentanes Befinden und ist eng mit dem Nervensystem verbunden. Der Atem hat die Fähigkeit, sich der jeweiligen Situation anzupassen, zu unterstützen und, wenn nötig, auszugleichen. Halten jedoch Schmerzen, belastende Lebensumstände, Hektik oder innere Konflikte über längere Zeit an, verliert der Atem seine natürliche Funktion und gerät aus dem Gleichgewicht. Ein natürlicher, voller und kräftiger Atem ist jedoch zentral für die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Vitalität des Menschen.
Die Atemtherapie/Atempädagogik richtet sich an Menschen jeden Alters und beschränkt sich nicht nur auf die Behandlung von Erkrankungen der Atemwege, sondern ist ganzheitlich auf den Menschen bezogen. Durch die Vertiefung und Verbesserung der natürlichen Atmung gelingt es, körperliche und seelische Störungen positiv und nachhaltig zu beeinflussen, zu lindern und häufig auch zu beheben.

Indikation:

  • Asthma und andere chronische Atemwegserkrankungen und -störungen
  • Funktionelle Störungen des Verdauungs- und Herz-Kreislaufsystems
  • Haltungsfehlformen und Störungen des Bewegungsapparates
  • Spannungs- und Erschöpfungszustände, z. B. Überarbeitung, Stress
  • Kopfweh und Migräne
  • Schlafstörungen
  • Rehabilitation nach Operationen und schweren Krankheiten
  • Allergien
  • Depressive Verstimmungen
  • Ängste
  • Begleitung in Krisensituationen
  • Stimm- und Sprechstörungen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Ganzheitliche Selbstwahrnehmung
  • Gesundheitsförderung, Krankheitsvorbeugung